2019 (in Arbeit) | Das Einfamilienhaus - ein von japanischen Einflüssen geprägtes Familienanwesen

Vier Blöcke aus schwarzem Stein tragen und halten das Haus. Die übrigen Wände sind weiss gekalkt und wirken dadurch wunderbar natürlich. Der Kalkputz ist atmungsaktiv und trägt durch seine antibakterielle Wirkung zu einem behaglichen und gesunden Raumklima bei. Das übrige Traggerüst des Hauses, die Balken und Stützen, sind aus unbehandeltem Lärchenholz gefertigt und werden sorgfältig zu einem Ganzen gefügt.

Im Sommer verwehren die Vordächer der Sonne den Zutritt zum Haus und es bleibt im Innern angenehm kühl. Im Winter hingegen wird die Sonne aufgrund des tieferen Sonnenstands ins Haus gebeten. Sie wärmt im südlich vorgelagerten Wintergarten den mattschwarzen Klinkerboden auf. Ist es im Haus zu kalt, können die Fenster zwischen Wohnraum und Wintergarten geöffnet werden und die in den Klinkersteinen gespeicherte Wärme strömt herein. So wirkt der Wintergarten als passive Heizung und Pufferzone.

Durch die Leichtbauweise im oberen Geschoss, sowie die Aufteilung der Zimmer und das direkt ans Haus angebaute «Schöpfli», können die zukünftigen Bewohner flexibel zwischen zwei bis vier Schlaf- und Bürozimmern variieren.

In der japanischen Baukultur wird dem Schatten eine ebenso grosse, wenn nicht sogar grössere, Bedeutung zugeschrieben als dem Licht. Er ist der Träger von Mystik, Atmosphäre und Behaglichkeit. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf versuchen wir den Schatten nicht aus den hintersten Ecken des Hauses zu vertreiben, sondern wir nehmen ihn an und geben ihm den nötigen Raum, damit er sein Werk verrichten kann. Dächer, Fensteröffnungen und Materialien, wie auch die Form und Platzierung der Baukörper werden bewusst eingesetzt, um mit Schatten, Licht und der Umgebung optimal zu harmonieren.

Im Folgenden sind Bilder und plangrafische Darstellungen direkt aus dem iterativen Entwurfsprozess zu sehen.

Erdgeschoss Obergeschoss Garten Esszimmer bei Tag Engawa und Wohnzimmer Licht und Material Erdgeschoss Licht und Material Obergeschoss
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Christoph Ritler - Studio Ritler
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