2018 | Der Vorhang aus Glas - Transparentes durchwohnen auf einer Etage

Man betritt das Haus durch einen Vorhang aus Glas. Er schützt die dahinterliegenden Wohnungen vom Lärm der Strasse und bildet eine halbprivate Erschliessungszone. Teil davon sind Wintergärten, die, den Wohnungen vorgelagert, eine lärmunempfindliche Lüftung der danebenliegenden Schlafzimmer ermöglichen.

Betritt man das Haus und eine der Wohnungen, fühlt man sofort die völlige Transparenz und Leichtigkeit dieses Räumlings. Die Lose in den Raum gestellte Wohnstruktur und die verglasten Elemente sind dezent materialisiert. Sie erlauben Ein- und Durchblicke in der Wohnung und verstärken somit das Gefühl des leichten Wohnens. Bereits im Eingangsbereich kann man auf der gegenüberliegenden Hausseite einen Balkon mit Blick auf den Quartierpark erspähen. Privatsphäre verschafft man sich mit textilen Wänden, die in Form von Vorhängen direkt hinter den Gläsern angebracht sind.

Gehalten wird das Gebäude von massiv anmutenden Körpern, die sich jeweils zwischen zwei Wohnungen befinden. Die aus diesen Betonblöcken heraustretenden Küchen und die ebenfalls massiv gehaltene Decken und Böden fassen die filigraneren Teile der Wohnungen und schaffen ein harmonisches Ganzes.

Schaltzimmer, welche auf der lärmabgewandten Seite des Hauses angeordnet sind, ermöglichen den Wandel einer Dreieinhalbzimmerwohnung zu einer Viereinhalbzimmerwohnung, was den Bewohnern zusätzliche Flexibilität bietet.

Im Folgenden ein paar plangrafische Darstellungen aus dem Entwurf.

Eingangsgeschoss Normgeschoss Schnitt S-1 Schnitt S-2 Schnitt S-3
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Christoph Ritler - Studio Ritler
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